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Öffnungszeiten

Montag - Freitag
7:30 - 16:30 Uhr

Konzept

Gruppenstruktur

Der Kindergarten „Klein & Groß“ besteht aus zwei Gruppen mit insgesamt ca. 45 Kindern: der Robben- Gruppe für unsere „Minis“ von 2-4 Jahren und der Eisbären-Gruppe für unsere „Großen“ von ca. 4-6 Jahren. Durch diese Aufteilung ist das Prinzip des „voneinander Lernens“ durch den Altersunterschied weiterhin gewährleistet, die altersspezifische Betreuung ermöglicht uns aber, den Kindern ein besser auf sie abgestimmtes Angebot zu bieten. Räumlichkeiten, Tagesabläufe und Angebote können altersentsprechend strukturiert werden. Der Übergang in die Gruppe der älteren Kinder wird gründlich vorbereitet. Die entsprechenden Kinder haben Besuchstage, um die andere Gruppe besser kennen zu lernen. Der Wechsel wird mit den Kindern thematisiert und die Erzieher der anderen Gruppe nehmen bei gemeinsamen Aktivitäten schon vermehrt Kontakt zu den Kindern auf. Zwischen den Erziehern beider Gruppen gibt es zudem Übergabegespräche. Am „Umzugstag“ werden die Kinder von den „Neuen“ Erziehern abgeholt und in die andere Gruppe eingeführt. Natürlich erlebt jedes Kind diesen Übergang anders. Es wird versucht, dass die Kinder ihn als „Aufstieg“ erleben können.  Wie auch bei der Einschulung wird sie in der neuen Situation viel Neues und Spannendes erwarten. Die Erzieher beider Gruppen besprechen bei jedem Jahrgang individuelle Übergangsbedingungen und teilen diese den Eltern mit.

Zusammenarbeit Erzieher/Eltern

Die Erzieher verstehen sich als Ansprechpartner der Eltern. Gegenseitige Kontaktaufnahme und intensiver Austausch sind ihnen wichtig. Sie gehen offen auf alle Elternanliegen zu und machen ihre Arbeit durch vielfältige Information transparent.

Die Mitarbeit der Eltern ist nicht nur erwünscht, sondern erforderlich. Ohne die Mitarbeit der Eltern kann eine sinnvolle, ganzheitliche Arbeit am Kind nicht stattfinden und der Kindergarten kann mit seinen vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten nicht bestehen. Was wir uns wünschen, sind Ideen, Anregungen, Unterstützung, praktische Hilfe, Interesse, Information, Austausch, Offenheit und „Tür-Angel-Gespräche“.

Planung der täglichen Arbeit

Die Kinder sollen sich im Kindergarten geborgen sowie sicher fühlen und merken, dass sie ernst- und angenommen werden. Nur so können sie sich optimal entfalten. Aus ihren Interessen und Bedürfnissen, ihrem Entwicklungsstand und ihrer momentanen Situation heraus ergibt sich die Planung der täglichen Arbeit. Wir geben ihnen den Raum zum Experimentieren, Erproben und Erleben, damit sie ihre Möglichkeiten kennenlernen und ausbauen können. Dabei unterstützen wir sie und fordern sie ständig zu neuen Erfahrungen heraus.

Flexibilität und Orientierung an den Kindern sind innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen für uns von höchster Wichtigkeit. Auf diese Weise wird der situationsorientierte Ansatz entsprechend in den Kindergartenalltag mit eingearbeitet. Er ist nicht Grundsatz, aber fester Bestandteil unserer Einrichtung.

Freispiel

Das Freispiel nimmt im Kindergarten eine zentrale Stellung ein und sollte immer im Vordergrund gesehen werden. Gibt man dem Kind ausreichend Gelegenheit zum freien, selbstgewählten Spiel, so steigert man seine Lernfreude und Lernbereitschaft. Die wichtigsten Erfahrungen und Entdeckungen im Umgang mit Kindern und Material macht das Kind im Freispiel. Bei der Auswahl des Spiels orientiert es sich an seinem Entwicklungsstand und Bedürfnis und kommt so zu Erfolgserlebnissen, die sein Selbstwertgefühl steigern und damit auch die Lust, Neues zu probieren.

Um den Kindern aber ausreichend Zeit für das freie Spiel zu ermöglichen, ist es unabdingbar, dass sie am Morgen bis spätestens 9.00 Uhr in den Kindergarten gebracht werden.

Selbständigkeit

In unserer pädagogischen Arbeit ist uns die Hinführung zur Selbständigkeit ein wichtiger Aspekt. Dabei soll sowohl die Selbständigkeit im Denken als auch im Handeln gefördert werden. Die Kinder sollen ihre Zeit im Kindergarten selber mit Inhalt füllen. Das bedeutet, dass die Kinder jederzeit selber Vorschläge für Projekte, Themen, Aktionen und Angebote machen können und wir diese im Rahmen der entwicklungsbedingten Möglichkeiten mit den Kindern besprechen und planen. Auch Veränderungsvorschläge und Beschwerden der Kinder werden jederzeit aufgenommen und je nach Situation sofort, in Einzelgesprächen oder in der Gruppe besprochen und soweit möglich gelöst. Durch diese Form der Partizipation sollen die Kinder lernen, sich über ihre Wünsche und Bedürfnisse Gedanken zu machen, diese zu äußern und an ihrer Umsetzung aktiv mitzuarbeiten. Sie sollen sich ernst und angenommen fühlen mit dem, was sie bewegt. Dazu bekommen sie von uns täglich den nötigen Freiraum. Zusätzlich nutzen wir den Stuhlkreis als Gremium, die Wünsche, Anregungen und Beschwerden der Kinder mit der Gruppe zu besprechen und gemeinsame Entscheidungen zu treffen. So ist gewährleistet, dass jedes Kind die Möglichkeit zur Mitarbeit an diesen Prozessen hat.

Bewegung

Die geistige Entwicklung der Kinder steht im direkten Zusammenhang mit der körperlichen Erfahrung. Nur was Kinder über ihre Wahrnehmung aufnehmen können, wird von ihnen auch geistig verarbeitet. Das bedeutet, dass Denkprozesse erst durch Bewegungserfahrungen in Gang gebracht werden. Außerdem sind nur durch ausreichende Bewegung längere Konzentrationsphasen möglich. Damit die Kinder unserer Einrichtung ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben und damit ihre geistige Entwicklung entsprechend anregen können, stehen ihnen der gesamte Flurbereich, das Außengelände, ein Bewegungsraum und verschiedene Möglichkeiten in den Gruppen zur Verfügung.  Hier können und sollen sie möglichst vielfältige Erfahrungen machen. Da Bewegung ein grundlegender Bestandteil unserer Pädagogik ist, unterstützen wir die Kinder, indem wir sie anregen, Dinge auszuprobieren, ihnen Impulse und ggf. auch Hilfestellung geben.

Ernährung

Die Ernährung der bei uns betreuten Kinder ist uns wichtig. Daher haben wir ein besonderes Augenmerk darauf gelegt und die Verantwortung für die Organisation der Mahlzeiten komplett übernommen. Alle drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack) die im Kindergarten angeboten werden, werden auch vom Kindergarten zur Verfügung gestellt. Das abwechslungsreiche Essen besteht stets aus frischen Zutaten. Getränke werden vom Kindergarten kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Umgang mit Süßigkeiten ist stark eingeschränkt und streng geregelt. Für alle Mahlzeiten gibt es eine Allergenkennzeichnung und es werden die HACCP-Hygiene-Richtlinien eingehalten.

Das Frühstück bieten wir in Form eines Buffets an. Von ca. 08:00 Uhr bis ca. 10:30 Uhr können die Kinder in Kleingruppen, je nach Ihrem Bedürfnis, den Frühstückstisch aufsuchen. Neben einer Auswahl an täglich wiederkehrenden Lebensmitteln gibt es auch solche, die nur einmal wöchentlich wechselnd angeboten werden.

Das Mittagessen wird in der Einrichtung frisch gekocht. Die Kinder essen in der Zeit zwischen 12:30 Uhr und 13:30 Uhr in ihren Gruppen zusammen mit den Erzieherinnen. Es gibt täglich Gemüse, aber nicht jeden Tag Fleisch. Aus Rücksicht auf andere Glaubensformen verzichten wir beim Mittagessen ganz auf Schweinefleisch. Dafür gibt es einmal in der Woche Fisch. Außerdem gibt es einmal in der Woche eine Nachspeise in Form einer Milchspeise.

Nachmittags bieten wir zwischen 15:00 Uhr und 15:30 Uhr einen Zwischenmalzeit an. Diese besteht i. d. R. aus Gemüse oder Obst, gelegentlich kann es auch ein Milchspeise oder Gebäck sein.

Wir versuchen den Kindern ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu vermitteln. Hierzu dürfen beispielsweise die Eisbärenkinder in regelmäßigen Abständen und nach Absprache mit der Köchin in der Küche bei der Zubereitung des Mittagessens helfen. Außerdem finden mehrmals im Jahr Aktionen zum Thema „gesunde Ernährung“ statt. An ihrem Geburtstag dürfen die Kinder ein Detail zum Frühstück beitragen. 

Sprache

Die Sprache entwickelt sich maßgeblich in den ersten Lebensjahren des Kindes. Wenn die Kinder zu uns in die Einrichtung kommen, haben sie also schon ein ganzes Stück auf dem Weg zum Spracherwerb zurück gelegt. Während ihrer Zeit bei uns im Kindergarten möchten wir sie auf diesem Weg weiter begleiten. Dafür machen wir uns durch Beobachtung und die Nutzung des Sprachentwicklungsbogens BaSiK U2 / BaSiK Ü3 (von Prof. Dr. Renate Zimmer) ein Bild vom individuellen Sprachstand der Kinder, der in Abständen immer wieder überprüft wird.

Auf dieser Grundlage gestalten wir die Sprachförderung individuell für jedes Kind und nutzen dafür die vielfältigen Möglichkeiten, die sich im Alltag bieten. Außerdem gibt es gezielte Angebote in diesem Bereich sowohl für die Gesamtgruppe als auch für Teilgruppen.

Sozialverhalten

Die Kinder sollen in der Kindergartengruppe ihre Rolle finden und Erfahrungen im Umgang mit anderen machen. Dabei sollen sie ihre Fähigkeiten und ihre Möglichkeiten kennenlernen, um so ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Zudem ist das Bewusstwerden der Geschlechterrolle ein weiteres Ziel, ohne dass diese dabei durch eine Jungen- bzw. Mädchenerziehung beeinflußt wird.

Jedes Kind erhält dazu seinen Freiraum in der Gruppe, den es mit Eigenaktivität und Eigenverantwortung füllen kann. Dieser Freiraum hat dort seine Grenzen, wo der Freiraum des Anderen gestört wird. Wir möchten die Kinder von der natürlichen Ich-Bezogenheit zu einem „Wir-Denken“ hinführen. Sie sollen sich als Individuum in einem Ganzen sehen. Toleranz und Mitgefühl anderen gegenüber und das gegenseitige Annehmen spielen dabei eine große Rolle. Konflikte sollen die Kinder weitestgehend selbständig regeln. Wir unterstützen sie darin, dies gewaltarm, verletzungsfrei und möglichst verbal zu tun. Die Kinder sollen viele soziale Möglichkeiten für Konfliktlösung kennenlernen, sich aber in bestimmten Situationen auch zur Wehr setzen dürfen.

Damit die Kinder ein großes Spektrum an sozialen Verhaltensweisen und sozialen Beziehungen kennenlernen können, praktizieren wir außerdem gruppenübergreifende Arbeit. Die Kinder können nach Absprache mit der Erzieherin in der jeweils anderen Gruppe spielen und sich auch Kinder aus der anderen Gruppe zum Spielen holen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, sich mit den Kindern der jeweils anderen Gruppe zum spielen im Flur, im Bewegungsraum oder im Außengelände zu treffen. Innerhalb und außerhalb unseres Kindergartens sollen die Kinder durch Information und Begegnung andere Gruppen der Gesellschaft, wie z.B. alte oder behinderte Mitbürger, kennenlernen, und dadurch zu einer offenen Haltung allen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber geführt werden.  

Wahrnehmung

Wahrnehmung ist eine wichtige Grundvoraussetzung für das Erleben, das Verarbeiten und das Aufnehmen der Kinder. Sie soll in unserer Einrichtung durch spezielle Angebote und Materialien im täglichen Ablauf gefördert werden. Dabei achten wir darauf, dass der Einsatz von verschiedenen Medien zwar stattfindet, aber für die Kinder nicht zur Reizüberflutung wird.

Umwelt und Natur

In unserem Außengelände, bei der Tier- und Pflanzenpflege und bei Ausflügen sollen die Kinder Umwelt und Natur erfahren und kennenlernen. Dadurch entwickelt sich bei ihnen eine Haltung der Umwelt und der Natur gegenüber, die vor allem durch Achtung und Interesse geprägt werden soll. Darauf aufbauend vermitteln wir Ansätze des Umweltschutzes, wie z.B. sparsamer Umgang mit Wasser und Strom, oder die Nutzung von Mehrwegverpackungen

Vorschulerziehung

Die Vorschulerziehung darf keine Vorverlegung der Schule sein. Sie muss vielmehr vermitteln zwischen der notwendigen Vorbereitung auf das Leben in der Gesellschaft und dem Recht des Kindes auf einen Lebensraum, der sich nicht an den Bedingungen der Erwachsenen orientiert. Vorschulerziehung findet in unserer Einrichtung nicht in Form von Arbeitsblättern oder Arbeitsmappen statt, vielmehr werden die Kinder im letzten Kindergartenjahr verstärkt  zur Eigenständig- und Verantwortlichkeit hingeführt. Kleinere und zunehmend auch größere Aufgaben werden ihnen übertragen. Außerdem werden Themen und Angebote vielfach mit den angehenden Schulkindern separat und ihrem Entwicklungsstand entsprechend bearbeitet. Verstärkte Besichtigungsausflüge und eine Abschlussfahrt sollen den Kindern neben Informationen vor allem auch Selbständigkeit und Selbstwertgefühl, Weitblick und Weltoffenheit  vermitteln.

Wichtig ist für uns nicht die alleinige Vermittlung von Wissen, sondern die Kinder zu stärken, selbstbewußt zu machen und für das „Neue“ zu öffnen.  Verstärkte Elterngespräche fördern in dieser Zeit außerdem ein ganzheitliches Arbeiten und damit das Erreichen der Ziele zugunsten des Kindes.

Kontakt zu anderen Institutionen/Kinderschutz

Wir arbeiten mit verschiedenen Institutionen und Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Beratungs- und öffentlichen Stellen) informativ zusammen. Diese Informationen und Kontakte geben wir ggf. gerne an die Eltern weiter.

Der Paragraph 8a des Sozialgesetzbuches (achtes Buch – Kinder- und Jugendhilfe) verpflichtet uns als soziale Einrichtung, am Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung mit zu arbeiten. Um eine entsprechende Gefährdung zu beurteilen, nutzen wir einen eigens dafür entwickelten Verfahrensstandard, in dessen Bearbeitung sowohl das ganze Team, die Eltern des entsprechenden Kindes und Fachkräfte der katholischen Beratungsstelle oder des Kinderschutzbundes mit einbezogen werden.

Qualitätsentwicklung

Es ist uns wichtig, dass die Arbeit unserer Einrichtung in all ihren Bereichen dauerhaft einen hohen Qualitätsstandart behält. Das und die sich ständig ändernden gesellschaftspolitischen Bedingungen machen es nötig, in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob der von uns gewünschte Standard noch mit den Werten, Regeln und Inhalten der angewandten Praxis übereinstimmen. Hierfür nutzen wir das vom paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) für Kindergärten entwickelte Programm PQ-Sys KiQ.

Religionserziehung

Unsere Einrichtung ist keiner Religionsform zugeordnet. Die Religionszugehörigkeit der Kinder spielt demnach bei der Aufnahme keine Rolle. Daraus ergibt sich, dass bei uns viele verschiedene Glaubensrichtungen zusammenkommen. Uns ist wichtig, dass

·        jedes Kind von seinem Glauben berichten und ihn für sich bewahren kann
·        wir in diese Situation nicht einseitig beeinflussend eingreifen.

Darum findet in unserer Einrichtung nur wenig Religionspädagogik statt. Wir nehmen auf, was die Kinder an uns herantragen und vermitteln Hintergründe zu den wichtigsten kulturell-religiösen Festen, wie z.B. Weihnachten, Ostern, St. Martin und Nikolaus. Gebete, biblische Geschichten oder Gottesdienste werden von uns jedoch nicht durchgeführt bzw. vermittelt.

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